IARU Fieldday CW, 06./07.06.2009

Am IARU Region 1 Fieldday CW haben wir am gleichen Standort wie im Vorjahr westlich von Braunschweig an der B 1 zwischen Hoheneggelsen und Feldkirchen teilgenommen (JO52BE, Höhe 123 m über NN). Unsere "Zentrale" vor Ort war diesmal ein geliehener Sprinter. Die Antenne, ein symmetrisch mit einer Feederleitung eingespeister Dipol mit 2x20m-Länge, stammte wieder von DJ3NE. In der Luft waren wir unter dem Rufzeichen DQ0B/p.

Der Standort: Freie Sicht in Richtung Süden zur B1. Im Osten niedriges Gebüsch, hier mußten wir für unsere Antenne einen Masten aufstellen. Im Westen ein Birkenwäldchen, aus dem einige Birken im Vorjahr gefällt worden sind. Eine geeignete Birke, in der wir unsere Antenne aufhängen konnten, war aber noch vorhanden. Wir haben uns bemüht, in dem Rapsfeld möglichst wenig "Flurschaden" zu verursachen. Erlaubnisse von der Gemeinde und vom Eigentümer des Ackers lagen natürlich vor. Der Ortsbürgermeister besuchte uns auch und wir haben uns nett unterhalten.

Der Aufbau des 15-m-Masten verlief planmäßig. Wir haben ja inzwischen ausreichende Erfahrungen mit dem Aufbau.

Den Aufhängepunkt in der Birke einzurichten, war etwas schwieriger. Manfred, DJ3NE, traf zwar zielsicher die vorgesehene Astgabel in 15 m Höhe, aber die Schnur verhedderte sich oder riss ab. Von Hans, DK3AD, war Akrobatik gefordert. Während dessen nahm Michael, DL6ABB, unseren Generator - Honda, EU 20i, in Betrieb.

Zwischenzeitlich wurde auch die Station aufgebaut:

Transceiver IC 7400,
Automatischer Antennenkoppler von Hamware,
Notebook mit externem Monitor und separater Tastatur.

Der Transceiver und die "lebenswichtigen" Komponenten wurden vom Generator über ein 13-V-Netzteil versorgt, an dessen Ausgang Akkus parallel geschaltet waren. So hatten wir bei Ausfall des Generators oder beim Benzin-Nachfüllen keine Betriebsunterbrechung. Das Shack wurde mit einer 150-W-Baustellenlampe beleuchtet, die auch gleichzeitig als "Vorlast" für den Generator diente. Beim CW-Betrieb war bei dieser Betriebsweise kein Flackern der Beleuchtung zu sehen. Die Netzspannung war also sehr stabil.

Wir hatten etwas Probleme, die Feederleitung so zu legen, dass sie nicht im Raps versank.

Der Generator wurde noch etwas gegen möglichen Regen geschützt. Die DARC-Fahne wehte im Wind und der Betrieb konnte losgehen.
Operator an der Taste waren Eckart, DJ3JD, und Michael, DL6ABB. Kaum hat der Contest begonnen, kam der Regen. Die Fahne hing schlaff herunter. In der Nacht wurde es verdammt kalt. Michael hatte einen 1000-W-Heizlüfter mitgebracht, der die Temperatur im Shack erträglich machte. Glücklicherweise hatte unser Generator hierfür eine Leistungsreserve. Das war aber auch die Belastungsgrenze.

Am Sonntag hatten wir Glück mit dem Wetter. Am Mittag konnten wir sogar grillen und eine kleine Pause einlegen.

Beim Abbau half uns noch Felix, DL8SV (2ter von links).

Fazit:

Die ganze Anlage - Stromversorgung, Transceiver, Antenne - hat sich bestens bewährt: Kein QRM, sehr starke Signale. Wir haben über 560 QSOs gefahren, über hundert mehr als im Vorjahr. Unsere Entscheidung, den Honda EU 20i zu beschaffen, war richtig getroffen. Die Betriebsspannung war sehr stabil und wir hatten noch die Reserve, den Heizlüfter zu betreiben.

Vielen Dank denen, die die Teilnahme am Fieldday unterstützt haben: DL1GB, DJ3JD, DJ3NE, DK3AD, DK5OA, DL6ABB, DL8SV. Ein besonderer Dank gilt Molly, DK5OA, der es immer bestens versteht für die "Infrastruktur" zu sorgen und die Mannschaft bei Laune zu halten.

Zuletzt geändert: 11.10.2016